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 Spur 2 - Israel und Palästina

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Informationen des Auswärtigen Amtes in Berlin
 
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Musik kennt keine Grenzen

 
Im Jahr 2002 wurde dem weltberühmten israelischen Dirigenten Daniel Barenboim und dem mittlerweile ver-storbenen palästinensischen Kulturwissenschafter und Intellektuellen Edward Said für ihre völkerverbindende Arbeit im nahen Osten der bekannte spanische Friedenspreis „Príncipe de Asturias“ verliehen. Mit dieser Preisverleihung wurde der Grundstein für ein neues Projekt von Barenboim und Said in Palästina gelegt. mehr
 

Stadtschreiber von Ramallah

 
Im September war Norman Ohler Stadtschreiber in Ramallah. Er beantwortet Schülerinnen und Schülern Fragen im Rahmen der Aktion tagesschau. Hier einige ausgewählte Texte.
 

Interview #1 -
Raef Abbadi, 28, arbeitet in einem medizinischen Labor

Wir stehen am Rand einer Straße, zum Sonnenunter-gang hin; vor und unter uns die Hügelketten Ramallahs. Raef war von sich aus auf mich zugekommen und sprach mich in fast fehler-freiem Deutsch an, das er sich selbst beigebracht hat, mithilfe eines Lehrbuchs.

Ihre Lieblingsstelle in 1001 Nacht? - Hab ich vergessen.
Was essen Sie am Lieb-sten? - Makluba (Reis mit Huhn).
Was fällt Ihnen als erstes zu Deutschland ein? - Stark.
Wo sind Sie geboren? - Jenin.
Was ist das Schönste an Palästina? - Das Wetter.
Und das Schlimmste? - Die Belagerung.
Das Beste in/an Ramallah? - Die Mädchen.

 

Stadtschreiber von Jerusalem

 
Seit dem 17.11. ist Norman Ohler Stadtschreiber von Jerusalem
 
Ory, das Mädchen, fragt mich, ob ich aus Deutschland komme. Ich frage zurück, ob sie das am Gesicht erkenne. "Ich habe einen speziellen Sinn dafür", sagt sie. "Mein Freund ist Deutscher, er lebt in Bonn. Nächsten Monat ziehe ich zu ihm." Ich bitte Ory um ein Interview.

Beschreibe deinen Job und was dich daran interessiert. - Jedes Buch hier hat sein eigenes Leben und ist durch soviele Hände gegangen. Ich bin stolz, eine Hand davon zu sein.

Erzähl mir von Jerusalem. Was ist das für eine Stadt? -
Es ist meine Heimat. Ach, es ist so vieles. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Was gefällt dir am Besten? - Das Damaskus-Tor. Die Atmosphäre dort ist wunder-voll. Es liegt nur zehn Minu-ten entfernt, und doch ist es eine ganz andere Welt. Ich will morgen dorthin und Fotos machen oder es malen viel-leicht. Vor allem die arabi-schen Frauen, die Gemüse verkaufen, die interessieren mich. Außerdem mag ich die Gassen der Altstadt.

Was ist das Schönste an Israel? - Sollte ich nicht sagen, meine Mutter?" (sie lacht) -- Nun, auch die Bucht von Akko ist sehr schön.

Was ist das Schlimmste an Israel? - Der Haß auf den Anderen. Daß Leute sagen 'Ach, der ist religiös, den mag ich nicht.' Oder 'Der ist Araber, den respektiere ich nicht.' Sowas gibts leider häufig.





 
 

 

 

Was tut
Brot für die Welt?


Hilfe für die Seele
Die dauernde Gewaltein-wirkung auf die palästinen-sische Bevölkerung im Gaza-Streifen hat bei vielen Bewo-hnern zu Verzweiflung und Apathie geführt. GCMHP nimmt sich den psychischen Problemen der Palästinenser an.

Frauen-Bildung – eine Investition in die Zukunft
Armut ist in palästinensischen Familien immer häufiger zu finden. Verlierer sind Mädchen und Frauen. Die "Young Women´s Christian Association of Jerusalem" (YWCA) organisiert und finanziert die Ausbildung von jungen Frauen.
 
 

Was tut
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste?

 

Freiweilligendienst
Freiwillige sind in den Bereichen Friedens- und Erinnerungsarbeit, mit Kindern, alten und behinderten Menschen, für Kirchen, Gemeinden und Stadtteilinitiativen, im Antirassismus- und Flüchtlingsbereich aktiv. mehr

 

Berichte von Freiwilligen aus Israel

 

Gewalt als Teil der Lebensrealität
von Jana Borkamp

 
Viel mehr empfangen als gegeben
von Johannes Gockeler
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Was tut
medico international?


Israel und Palästina:
Zeichen paradoxer Hoffnung

Im Juni 2002 startete medico den Aufruf "Zeichen paradoxer Hoffnung". Wir unterstützen damit zivilgesellschaftliche Initiativen, die über alle Grenzen und Feindbilder hinweg für Zusammenarbeit eintreten und auf Demokratie und Respektierung der Menschenrechte drängen. Über 1000 Menschen sind unserem Aufruf bislang gefolgt und haben gut 120.000 Euro für den "Solidarfonds Israel-Palästina" gespendet.

 

Diese Anzeige haben die Partner von medico international aus Israel und Palästina zu den Angriffen der israelischen Armee im Gaza-Streifen in der israelischen Presse geschaltet.
 
 

Links in Palästina

Der unabhängige palästinensische Newsservice Palestine Monitor ist das Informationsportal des medico-Partners der Union of Palestinian Medical Relief Committees (UPMRC). Palestine Monitor berichtet in täglichen Updates und mit einem beziehbaren elektronischen Newsletter über die aktuelle Lage in den besetzten Gebieten und veröffentlicht Stellungnahmen der palästinensischen Zivilgesellschaft. Auf der Webseite finden sich die regelmäßigen Kolumnen von Hana Ashrawi oder dem UPMRC-Vorsitzenden Mustafa Barghouthi.
Die konkreten Hilfsprojekte der UPMRC

Links in Israel

Die israelische Sektion der anerkannten internationalen Menschenrechtsorganisation Physicians for Human Rights arbeitet nicht nur eng mit dem medico-Partner der Union of Palestinian Medical Relief Committees (UPMRC) zusammen, sondern veröffentlicht auch die eigene Recherche auf ihrer übersichtlichen und gut gestalteten Homepage:

Das Alternative Information Center hat seinen Sitz in Jerusalem und sieht sich selbst als “Informations-brücke zwischen Israelis und Palästinensern”. Auf der zuweilen recht langsamen Webseite findet sich die elektronische Ausgabe der AIC-Zeitung News from within.

 
 
 
 
 

 

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