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 Kinderarbeit - Informationen

Was geht es uns an, dass 350 Millionen Kinder arbeiten müssen? Okay, sie müssen arbeiten, weil ihre Eltern nicht genug verdienen. Aber liegt es nicht auch daran, dass wir immer nur die billigere Schokolade kaufen? Ein bisschen schon. Wir sagen: Wenn wir fair zahlen, können die Kinder zur Schule gehen.

Jeder kann etwas dafür tun, dass es Kinder besser haben. Macht Euch schlau und erzählt den Erwachsenen etwas über die Situation der arbeitenden Kinder und über die Vorteile des Fairen Handels. Ihr seid die Botschafter eines Projektes gegen Kinderarbeit und Förderer des Fairen Handels! Da kommt so mancher Euro zusammen für das Kinderprojekt und viele Versprechungen der Erwachsenen, fair gehandelte Produkte zu kaufen.


 

Kinder müssen arbeiten, wenn ihre Eltern nicht genug verdienen!


Weil die Armut so groß ist, laufen manche Kinder von zu Hause weg. Sie hoffen, irgendwo ein besseres Leben zu finden und landen auf der Straße. Wenn sie den großen Versprechungen folgen und auf Kakaoplantagen oder in Teppichfabriken arbeiten, schuften sie den ganzen Tag ohne große Pausen oder etwa Ferien. Sie dürfen auch nicht mehr weg. Die Kinder sind dann richtige Sklaven, die geschlagen werden, wenn sie etwas falsch machen. Sie bekommen aber nicht etwa einen angemessenen Lohn für ihre Schufterei: Oft haben sie zu wenig zu essen, werden sexuell misshandelt, werden krank und bekommen vielleicht nach Jahren solcher Quälerei als „Lohn“ ein altes Fahrrad. Das gilt, so schätzt man, für die Hälfte der arbeitenden Kinder weltweit.

Es gibt auch Kinder, die nicht ganz so schlimm dran sind. Aber auch sie müssen helfen, ihre Familie zu ernähren oder sind gezwungen, sich selbst zu versorgen. Sie werden dabei nicht misshandelt, arbeiten aber oft den ganzen Tag, etwa als Näherinnen oder als Verkäufer. Auch sie tun das nicht freiwillig. Einige von ihnen können zwar nebenher die Schule besuchen, für den Unterricht bleibt allerdings wenig Zeit: So lernen sie gerade mal lesen und schreiben – mehr nicht.

Kinderarbeit kommt am häufigsten in Asien, aber auch in Afrika, Lateinamerika und in Osteuropa vor. Hauptsächlich arbeiten die Kinder in der Landwirtschaft, also auf den Feldern, von denen normalerweise Orangen, Bananen, Schnittblumen oder Kakao, Mais und Kaffee herkommen.


 

Kinder müssen nicht arbeiten, wenn ihre Eltern genug verdienen!


Wenn die Schokolade bei uns im Regal liegt, haben schon viele Menschen daran verdient. Die meisten haben den Kakao nicht einmal gesehen. Aber diejenigen, die die Kakaobohnen mit ihren bloßen Händen geerntet haben, bekommen meistens fast nichts dafür. Wir hier in Deutschland schauen aber auf jeden Cent, wenn wir einkaufen, statt darauf zu achten, dass die Menschen im Süden auch ihren Anteil bekommen.

Der Faire Handel will das ändern: Er sorgt dafür, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Plantagen einen angemessenen Lohn bekommen. Nicht nur die Zwischenhändler, die die Kakaobohnen verarbeiten, verschiffen und verkaufen, verdienen daran, sondern auch diejenigen, die sie gepflückt haben. Dadurch wird faire Schokolade natürlich etwas teurer. Dafür verdienen die Arbeiterinnen und Arbeiter auf den Plantagen aber genug, so dass ihre Kinder zur Schule gehen können.

Ähnlich wie bei der Schokolade sieht es bei Kaffee und anderen Produkten aus: Sind die Bedingungen fair, können sich Menschen in den Entwicklungsländern aus eigener Kraft ihren Wohlstand verdienen. Und wer fair gehandelte Produkte kauft, kann außerdem sicher sein, dass er beste Qualität geliefert bekommt: Produkte, die ohne Schinderei und ohne Einsatz von Giftstoffen ökologisch angebaut werden – und besser schmecken!

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